Prima Volta präsentiert Kammermusik zeitgenössisch, nah und offen

Der Start der 9. Kammermusik-Saison bei Prima Volta steht vor der Tür. Das neue Programm steht und der Schwerpunkt der Saison ist das „Komponieren“ von Musik.

Wir freuen uns sehr, passend zum Saison-Thema mit dem Komponisten und Pianisten Daniel Fueter einen vielseitigen, herausragenden Gastkünstler für die Saison 2019/20 an unserer Seite zu haben. Daniel Fueter prägt in der aktuellen Spielsaison drei der fünf Konzerte und wird uns – als Komponist und Pianist – sein künstlerisches Schaffen, seine Persönlichkeit und seine Inspirationsquellen näher bringen. Mit seinem Engagement bekräftigen wir unser Streben, der aktuellen und neuen Musik Raum zu geben und spannende zeitgenössische Werke zur Aufführung zu bringen. Unter anderem werden wir zwei Schweizer Erstaufführungen und sogar zwei Uraufführungen seiner Kompositionen spielen.

Auch in den anderen beiden Konzerten haben wir wieder ein abwechslungsreiches und spannendes Programm, bei dem sich vieles ums Komponieren dreht. Im November ist das Trio Gagliano bei uns zu Gast und spielt das Stück „Shiraz“ des persischen Komponisten Behzad Ranjbaran aus dem Jahre 2006. Ein schönes Beispiel für die Vielfalt der Inspirationen, die eine Komposition prägen; er thematisiert mit seiner Musik eine ganze Stadt: „Shiraz ist eine südiranische Stadt in der Nähe der Ruinen von Persepolis, 500 v. Chr. Hauptstadt von Persien. Beim Schreiben von Shiraz wollte ich über die Elemente nachdenken, die diese Stadt berühmt gemacht haben: Dichter, historische Gärten, Nachtigallen und Wein“.

Im Februar und im März ist „Prima Volta unterwegs“ bzw. wir spielen die letzten beiden Kammermusik-Konzerte doppelt: In Zusammenarbeit mit dem sogar theater Zürich gestalten wir ein Jubiläumskonzert zum Gedenken des 100-jährigen Geburtstags des Zürcher Komponisten Armin Schibler. Er war eine gewisse Zeit einer der meistgespielten Komponisten der Schweiz, darüber hinaus hat er sich jahrelang als Musiklehrer und Orchesterleiter des Gymnasiums Rämibühl in der musikalischen Erziehung der Zürcher Schülerinnen und Schüler verdient gemacht. Und hier schliesst sich ein Kreis: Daniel Fueter war einer dieser Schüler. Er schrieb im Jahre 2013 zum 100-jährigen Bestehen des Schulorchester des Gymnasiums Rämibühl: „Mich ans Schülerorchester zu erinnern, bedeutet zuerst, mich an Armin Schibler zu erinnern, an seine Energie, seine Begeisterungsfähigkeit, sein Vertrauen in uns Junge (er war nie eitel; es ging ihm um uns und die Musik). Einen Teil des Mutes, Musik zu meinem Beruf zu machen, verdanke ich ganz ohne Zweifel den schönen Erfahrungen im Schülerorchester. Auch deshalb ist meiner Erinnerung viel Dankbarkeit beigemischt.“

Auch 2019/20 bieten wir Ihnen ausgewählte Kammermusik-Erlebnisse und authentische Blicke hinter die „Kulissen“ bzw. Einblicke in Kompositionen und Künstlergespräche im intimen Rahmen. Wenn Sie zeitgenössische Kammermusik lieben, werden Sie den Besuch unserer Kammermusik-Reihe im persönlichen, fast schon privaten Rahmen im LOKAL und unterwegs geniessen.

Wir freuen uns auf Sie!

News

Veröffentlicht am 17. November 2019

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Shiraz und das Entstehen eines Repertoires

PV: Das Titelstück des Konzerts mit euch ist Shiraz, der Name einer Stadt im zentralen Süden Irans. Wart ihr schon einmal dort? Pajam Taghadossi: Leider waren wir persönlich noch nie dort. Meine Eltern, die Shiraz bereits oft besucht haben, schwärmen sehr von der Schönheit der Stadt. Ihre Poeten, historischen Gärten, Nachtigallen und natürlich der Wein […]

Veröffentlicht am 25. Juni 2019

Kammermusik-Freundin 0 Kommentare

Daniel Fueter in einem 1. Gespräch

Prima Volta: Hr Fueter, Ihr kompositorisches Werk weist eine grosse Nähe zum Theater auf und Sie sind als Pianist häufig in Bühnenproduktionen und Liedprogrammen zu hören. Woher rührt diese Vorliebe / dieser Schwerpunkt Ihres künstlerischen Schaffens? Daniel Fueter: Ich bin in einem Theater-Film-Haushalt aufgewachsen. Insbesondere die Theaterwelt hat mich von klein auf fasziniert. Ich schrieb […]

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