Sebastian Hofmann (Percussion)

Für mich als Schlagzeuger beginnt meist vor der 1. Probe bereits ein grosses Abenteuer. Bevor ich einen ersten Schlag üben kann, muss ich schauen, ob ich alle die benötigten Instrumente überhaupt habe und falls nicht, wo kann ich diese finden, oder muss ich sie selber bauen? Das erste Konzert geniesse ich dann jeweils in vollen Zügen und freue mich auf die Reaktionen des Publikums.

Vita

Sebastian Hofmann, geboren in Zug, machte sein Lehr- und Orchester-Diplom, sowie die Konzertreife mit Auszeichnung für klassisches Schlagzeug bei Horst Hofmann an der Hochschule für Musik und Theater Zürich. Er nahm Unterricht für Improvisation bei Pierre Favre in Zürich und für Zeitgenössische Musik bei Isao Nakamura in Karlsruhe. Er ist Träger des Kiwanis-Preises für Kammermusik und war 2002 Stipendiat des Kantons Zug für einen Atelieraufenthalt in Berlin, wo er bei David Friedman Unterricht für Jazz Vibraphon hatte und seine Radioperformance „Funkloch“ entwickelte.
In seinen Solo-Programmen stehen für Hofmann das unkonventionelle Schlagzeugspiel und die Aufführung zeitgenössischer Musik, insbesondere in Zusammenarbeit mit jungen Komponisten, im Vordergrund. Seit 2009 ist er Mitglied des Ensemble TZARA und Mitbegründer der 2011 entstandenen Trios Ensemble Werktag und Ensemble Metanoia. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bisher u.a. in diverse Schweizer Städte, nach Deutschland, Italien und in die Türkei. Neben Gastauftritten mit Formationen wie dem Ensemble für Neue Musik Zürich ist Hofmann Radioredaktor bei LoRa Zürich und Veranstalter der Konzertreihe So21 und Funkloch OnAir.

Das von jungen Musikern 2007 in Zürich gegründete ENSEMBLE TZARA hat eine Vorliebe für Komponisten derselben Generation. In variablen Besetzungen werden neuste Werke und Klassiker des 20. und 21. Jahrhunderts aufgeführt.
Der Name ist eine Hommage an Tristan Tzara, Mitbegründer des Dada in Zürich, und zugleich Programm: Das ENSEMBLE TZARA stellt traditionelle Kunstformen in Frage und entwickelt alternative Konzertformate.
Ein weiteres Anliegen des Ensembles ist es, junge Ohren für zeitgenössische Musik zu öffnen. Die eigens dafür konzipierten „Satelliten-Konzerte“ machen vermeintlich Unzugängliches fassbar und wecken Begeisterung für aktuelles Kunstschaffen.
Das ENSEMBLE TZARA gastiert im In- und Ausland und erhielt 2012 von der Stadt Zürich das Werkjahr für Interpretation.